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Der Gotthard ist ein Ort der Mythen und Sagen, der Legenden und des nationalen Selbstverständnisses, wo die Menschen den Teufel Brücken bauen lassen und natürliche Urgewalt sich zeigt. Es ist ein Ort, der Norden und Süden verbindet und Grenzen überwindet, ein Symbol für den Aufbruch in die Moderne, für technischen Fortschritt und Ingenieurskunst. Hier zeigen sich auch die Grenzen des Fortschritts in kilometerlangen Staus und in der Veränderung des Alpenraums durch den Menschen. Der Gotthard, ein Bergmassiv, ist ein Ort der Ambivalenzen, wo sich Natur und Technik, Ökologie und Ökonomie, Öffnung und Festung, Vergangenheit und Zukunft treffen.
Auf der Gotthard-Passhöhe öffnet im Sommer 2012 die Themenwelt „Sasso San Gottardo“ ihre Tore. In den eindrücklichen Stollen und Felskavernen im Inneren des Berges werden die Herausforderungen im Umgang mit unseren Ressourcen atmosphärisch thematisiert. In fünf Räumen werden die Themen „Wasser“, „Klima“, „Mobilität und Lebensraum“, „Energie“ und „Sicherheit“ erlebnisreich inszeniert. Die Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern und der Wissenschaft entwickelt und orientieren sich an Erkenntnissen aus der aktuellen Forschung. Ausgehend von ihrer historischen und örtlichen Relevanz stellt die Ausstellung zukunftsbezogene Fragen. Dem Geschenk des Berges, den einmaligen Riesenkristallen des Planggenstocks, ist ein eigener Raum gewidmet.
Der denkmalgeschützte Teil der historischen Festung „Sasso da Pigna“ ist Zeugnis des früheren Artilleriewerks aus dem Zweiten Weltkrieg. Er wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal zugänglich gemacht und zeigt die Hintergründe zum Bau und den Alltag in der Festung.
Themenwelt und historische Festung erstrecken sich über fast zweieinhalb Kilometer Länge.
Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung von Wirtschaftspartnern, Stiftungen und der öffentlichen Hand im Auftrag der Fondazione Sasso San Gottardo realisiert.