
Holzer Kobler Architekturen
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Der zukünftige Standort der Nationalbibliothek befindet sich auf einem kleinen Hügel gegenüber der Altstadt in der Nähe des Letná – Parkes und grenzt an die belebte Milady Horákové – Strasse.
Der Wettbewerbsentwurf greift das Spannungsfeld zwischen dem Grün der Parks und der abwechslungsreichen urbanen Szenerie auf und schafft durch die Anordnung und Form des Gebäudes eine Verbindung der beiden Bereiche.
Ein über dem Terrain schwebender horizontaler Baukörper wird von einem zweiten, vertikalen Baukörper durchdrungen. Die zwei ineinanderverschränkten Volumina machen die beiden unabhängigen Sammlungsbestände der tschechischen Nationalbibliothek räumlich sichtbar.
Während der horizontale Körper die öffentliche Bibliothek beherbergt, umfasst der »Bücherturm« das Nationalarchiv und steht für das Gedächtnis der Nation. Seine leichte Verdrehung schafft eine räumliche Beziehung zur Altstadt und die von weitem sichtbare skulpturale Gebäudeform macht das Wissen zu einem nationalen Symbol.
Eine Membran legt sich über die beiden Baukörper und fasst sie zu einem organisch geformten Körper zusammen. Sie verleiht dem Bau eine ausdrucksstarke Fassade aus opaken und transparenten Flächen.
Zwischen der Membran und den Baukörpern spannen sich hallenartige Räume auf, die die öffentliche Nutzung der Bibliothek aufnehmen. Zuoberst auf dem Turm befinden sich Ausstellungsräume und eine Aussichtsplattform.
Wie eine amorphe Hügellandschaft mutet die Gesamtform des Gebäudes an. Sie nimmt Bezug auf den Prager Berg Hradschin, der sich hinter den Baumwipfeln des Parks emporhebt und auf dem das verschnörkelte Prager Schloss steht. Diesem Wahrzeichen der Stadt wird ein zeitgemässes Zeichen gegenübergestellt.